⚡ Fachtreffen zu Erneuerbare Energiegemeinschaften an der FH-Burgenland

Veröffentlicht am 10.07.2024
Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG) bieten in Österreich eine Vielzahl von Vorteilen. Sie ermöglichen die Unterstützung einer dezentralen Energieversorgung und können so auch maßgeblich zur Energiewende beitragen. Durch die gemeinsame Nutzung von erneuerbaren Energiequellen können die Teilnehmer ihre Energiekosten senken und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Die Teilnahme an einer EEG bietet auch finanzielle Anreize. Erstens profitieren die Mitglieder von selbst definierbaren Energiekosten, welche sich üblicherweise unter den Preisen der Energieversorger orienteren. Zweitens können durch die gemeinschaftliche Nutzung und den Verkauf von überschüssiger Energie Einnahmen generiert werden, die wieder in die Gemeinschaft investiert werden können. Schließlich bieten EEGs auch die Möglichkeit die Netzgebühren, für den innerhalb der Energiegemeinschaft gehandelten Strom, zu veringern.

Fachtreffen an der FH-Burgenland

Am 27. Juni 2024 fand an der FH-Burgenland in Eisenstadt ein bedeutendes Fachtreffen zum Thema „Echtzeitdaten und Flexibilitäten“ statt. Diese hybride Veranstaltung ermöglichte sowohl eine Teilnahme vor Ort als auch online und zog zahlreiche Experten und Interessierte an. Auch wir konnten vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen.

Energiegemeinschaften spielen eine zentrale Rolle bei der Dezentralisierung der Energieversorgung. Um das volle Potenzial dieser Gemeinschaften auszuschöpfen, ist eine zeitliche Abstimmung von Erzeugung und Verbrauch essenziell. Dies erfordert umfassende Kenntnisse über die aktuelle Situation innerhalb der Gemeinschaft sowie die Nutzung von Flexibilitäten, um die Energiebilanz zu optimieren. Im Fachtreffen wurden innovative Ansätze und zukünftige Perspektiven in diesen Bereichen vorgestellt und diskutiert.

Die Veranstaltung wurde von Markus Puchegger von der Forschung Burgenland moderiert. Nach der Begrüßung und Einleitung durch ihn und die Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften, präsentierte Silke Palkovits-Rauter von der FH Burgenland die Nutzung von Echtzeitdaten zur Optimierung des Verbrauchsverhaltens innerhalb ihrer EEG. Ihre Live-Demonstration verdeutlichte die Vorteile automatisierter Auswertungen und die damit verbundenen Kommunikationsverbesserungen innerhalb der Gemeinschaft.

Leonhard Esterbauer von der TU Wien stellte das Projekt „Energy’n’IoT“ vor, das Lösungen für die datengetriebene Bewirtschaftung von EEGs bietet. Er erläuterte, wie das Internet der Dinge (IoT) zur Fehlererkennung und Optimierung im Energiesektor beitragen kann. Valentin Seiler von der FH Vorarlberg präsentierte die Verwendung von EDA-Daten für die modellprädiktive Regelung eines Quartiersspeichers, einschließlich einer alternativen Lösung für Echtzeitdaten durch ein Simulations-Framework.

Christian Pfeiffer von der Forschung Burgenland sprach über die Nutzung von Flexibilitäten aus Haushalten und stellte Zwischenergebnisse von Befragungen unter 100 Teilnehmern von Energiegemeinschaften vor.

Im Anschluss an die Vorträge fanden vier Gruppendiskussionen statt, in denen die Teilnehmer die Ziele und den Nutzen von Echtzeitdaten und Flexibilitätsnutzung erörterten. Diese Diskussionen boten sowohl online als auch vor Ort eine Plattform für den Austausch von Ideen und Erfahrungen. Abschließend wurden die Ergebnisse der Diskussionen zusammengefasst und präsentiert.

Weiterführende Informationen

Die Präsentationsfolien der Veranstaltung sowie die Videoaufzeichnungen des Fachtreffens können unter folgenden Link heruntergeladen werden: https://energiegemeinschaften.gv.at/fachtreffen-echtzeitdaten-und-flexibilitaeten-ein-rueckblick/

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