ℹ️ KEM Fachveranstaltung in Retz
Nach der Begrüßung durch Nicole Kirchberger (Klima- und Energiefonds) und Daniel Wöhrer (Stadtrat und Geschäftsführer Retzer Land) wurden aktuelle Entwicklungen aus dem Klima- und Energiefonds sowie dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) präsentiert. Ein zentrales Thema war die Flächenentsiegelung und Leerstandsnutzung: Expert:innen wie Bernhard Scharf (BOKU) und Christine Rottenbacher (Ingenieurbüro für Landschaftsplanung) diskutierten Strategien, um wertvollen Boden zu schonen und Brachflächen neu zu beleben. Förderprogramme wie der „Blau-gelbe Bodenbonus“ und Initiativen wie das „Bodenbündnis“ oder „Brachflächendialog“ wurden vorgestellt.
Am Nachmittag widmeten sich Arbeitsgruppen konkreten Umsetzungsbeispielen, etwa zu kooperativen Multifunktionshäusern oder der Förderung von Flächenrecycling. Abgerundet wurde der Tag durch Führungen zu den Kellern von Retz und der Retzer Windmühle, die Einblicke in historische und moderne Energiekonzepte boten.
Der zweite Tag führte die Teilnehmer:innen zu Projekten der Flächenentsiegelung und CO₂-Speicherung. In Zellerndorf wurde das neue Gemeindezentrum als Beispiel für gelungenes Flächenrecycling präsentiert. Andi Breuss (Architekt) zeigte auf, wie Lehm als klimafreundlicher Baustoff zur Erreichung der CO₂-Ziele beitragen kann.
Abschließend diskutierten die Teilnehmer:innen in Kleingruppen Handlungsoptionen für natürliche Kohlenstoffsenken und tauschten sich über die Ergebnisse des zweiten österreichischen Sachstandsberichts zum Klimawandel aus.
Die Fachveranstaltung bot wertvolles Fachwissen und die Möglichkeit, sich regional und überregional zu vernetzen. Die vorgestellten Projekte und Förderungen zeigen: Durch innovative Ansätze in der Flächenpolitik und CO₂-Speicherung können Gemeinden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.