📜 Klimaschutz im Burgenland gesetzlich verankert

Veröffentlicht am 17.10.2025
Das Burgenland setzt ein klares Zeichen: Mit dem neuen Klimaschutzgesetz wird der Weg zur Klimaneutralität bis 2040 gesetzlich verankert.

Am 16. Oktober 2025 wurde im Burgenländischen Landtag das neue Klimaschutzgesetz beschlossen. Damit ist das Burgenland nach Wien das zweite Bundesland mit einem eigenen Klimagesetz – und geht mit einem klaren Pfad zur Energieunabhängigkeit und Klimaneutralität voran. Das Gesetz schafft verbindliche Strukturen und verpflichtet das Land zur Umsetzung konkreter Maßnahmen:

Die 10 Säulen des burgenländischen Klimaschutzgesetzes:

  1. Klimastrategie mit Reduktionspfad Überprüfbare Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen und Substitution fossiler Energieträger.

  2. Sektorziele mit Verbesserungsgebot Konkrete Vorgaben für Verkehr, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft, Abfall, Energie und fluorierte Gase.

  3. Ausbau erneuerbarer Energie Bis 2030: Mindestens 9.300 GWh jährlich aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse.

  4. Jährliches Monitoring Regelmäßige Überprüfung der Zielerreichung und Anpassung der Maßnahmen.

  5. Schlanke Steuerungsstrukturen Zentrale Koordinierungsstelle und Expert:innenbeirat für effiziente Umsetzung.

  6. Klimaorientierte Landesbudgets Klimaschutz als Querschnittsthema in allen Haushaltsbereichen.

  7. Klimacheck für Gesetze und Verordnungen Verpflichtende Prüfung der Klimaauswirkungen vor Beschlussfassung.

  8. Klimacheck für Bauvorhaben Bewertung der Klimawirkung bei größeren Landesprojekten.

  9. Klimaneutrale Verwaltung bis 2030 Umstieg auf erneuerbare Energie und E-Mobilität.

  10. Nachhaltige Beschaffung Umwelt- und regionalverträgliche Vorgaben für die Verwaltung.

Das Gesetz entstand in einem breiten Beteiligungsprozess: Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Arbeiterkammer, Umweltorganisationen und alle im Landtag vertretenen Parteien brachten ihre Perspektiven ein.

Im kommenden Jahr wird die bestehende Klimastrategie überarbeitet und um die Themen Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft erweitert. Ein breiter Beteiligungsprozess mit Stakeholder:innen soll sicherstellen, dass die Maßnahmen praxisnah und wirksam sind.

Als KEM & KLAR! Region begrüßen wir das burgenländische Klimaschutzgesetz als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Es bestätigt unsere tägliche Arbeit: Klimaschutz ist kein abstraktes Ziel, sondern eine konkrete Chance für lebenswerte Regionen, stabile Energiepreise und eine intakte Umwelt. Gemeinsam mit Gemeinden, Betrieben und Bürger:innen setzen wir bereits heute Projekte um, die die Ziele des Gesetzes unterstützen – von der Energiewende bis zur Anpassung an den Klimawandel. Das Gesetz gibt uns nun zusätzliche Planungssicherheit.

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