🏡 Inspirationen vom Green Walk Margareten
Dieser Rundgang durch den fünften Wiener Gemeindebezirk zeigt auf beeindruckende Weise, wie Fassadenbegrünung nicht nur das Stadtbild verschönert, sondern auch einen konkreten Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel leistet.
Warum Fassadenbegrünung?
Fassadenbegrünung ist weit mehr als eine ästhetische Aufwertung: Sie wirkt wie eine natürliche Klimaanlage, die im Sommer für Kühlung sorgt und im Winter den Wärmeverlust reduziert. Gleichzeitig filtert sie Feinstaub, fördert die Artenvielfalt und verbessert das Mikroklima in urbanen Räumen. Gerade in Zeiten des Klimawandels wird sie zu einem immer wichtigeren Instrument, um Hitzeinseln zu mildern und die Lebensqualität in Städten und Gemeinden zu steigern. Der Green Walk Margareten macht deutlich, dass es dabei nicht nur eine Lösung gibt, sondern eine Vielzahl von Ansätzen, die sich an die Gegebenheiten vor Ort anpassen lassen.
Ein Spaziergang durch begrünte Vielfalt
Der Rundgang begann am Amtshaus der MA48 in der Einsiedlergasse, wo eine vollflächige Fassadenbegrünung aus Stauden und Gräsern seit 2010 für ein frisches Erscheinungsbild sorgt. Besonders beeindruckend war hier die automatische Bewässerung, die dafür sorgt, dass die Pflanzen auch in heißen Sommern gedeihen.
Weiter ging es zur Embelgasse 38, wo ein Gründerzeithaus mit Trögen auf Höhe des ersten Stockwerks begrünt ist. Hier hätten sich Glyzinien, Blauregen und immergrünes Geißblatt an Kletterseilen empor ranken sollen. Leider waren zum Zeitpunkt unserer Exkursion kaum Pflanzen an der Fassade zu sehen. Bewässert werden die Pflanzen durch ein automatisches Tropfsystem.
Weiter ging es in den Friederike-Seidl-Hof in der Viktor-Christ-Gasse, dessen bodengebundene Begrünung bereits seit 1991 besteht. Hier zeigt sich, dass auch einfache, nicht automatisierte Systeme funktionieren können.
Am Amtshaus des 5. Bezirks in der Schönbrunner Straße wurde deutlich, wie selbst denkmalgeschützte Gebäude begrünt werden können. Drei verschiedene Kletterpflanzen – Glyzinien, Geißblatt und Mauerkatze – wachsen hier an Stahlseilen empor, während Lavendel und Rosen in den Trögen für zusätzliche Farbtupfer sorgen. Die automatische Bewässerung stellt sicher, dass die Pflanzen auch in trockenen Phasen ausreichend Wasser erhalten.
Den Abschluss bildete das Amtshaus Wiener Wasser in der Grabnergasse, das 2015/16 nicht nur thermisch saniert, sondern auch mit einer Fassadenbegrünung ausgestattet wurde. Hier wird besonders deutlich, wie Begrünung und energetische Sanierung Hand in Hand gehen können: Während die Dämmung die Heizkosten im Winter senkt, schützt die Begrünung im Sommer vor Überhitzung.
Detaillierte Informationen zum Green Walk Margareten finden Sie hier: https://www.umweltberatung.at/green-walk-margareten
Eine Informationsbroschüre der KLAR! Leithaland zum Thema Fassadenbegrünung finden Sie hier: Fassadenbegrünung - Eine Informationsbroschüre der KLAR! Leithaland