🌳 Waldgarten & Schattenbäume: Natürliche Oasen gegen Hitze im Garten

Veröffentlicht am 10.12.2025
Ein Workshop von KLAR! Leithaland in Kooperation mit dem Bildungswerk Burgenland am Dienstag, 9. Dezember 2025 im Gemeinschaftshaus Steinbrunn. Referentin: Barbara Thüringer, Naturgartenplanerin von Natur im Garten Burgenland.

Der Klimawandel stellt uns vor neue Herausforderungen. Immer häufigere Hitzewellen und Trockenperioden belasten nicht nur uns, sondern auch Pflanzen und Tiere. Waldgärten und Schattenbäume schaffen ein hitzereduziertes Kleinklima, das kühlt, Leben spendet und die Artenvielfalt fördert.

Im Rahmen der KLAR! Leithaland organisierten wir gemeinsam mit dem Bildungswerk Burgenland einen Workshop, der zeigte, wie jeder Gartenbesitzer und jede Gartenbesitzerin mit einfachen Mitteln ein ökologisch stabiles System gestalten kann. Naturgartenplanerin Barbara Thüringer von Natur im Garten Burgenland führte durch den Abend und teilte ihr Wissen darüber, wie ein Waldgarten angelegt wird und welche Pflanzen sich besonders eignen. Ihr Ansatz orientiert sich an der Vielfalt eines Waldrandes, wo verschiedene Ebenen, von hohen Bäumen über Sträucher bis hin zu Bodendeckern, ein besonderes Mikroklima schaffen.

Ein Waldgarten ist mehr als nur eine Ansammlung von Pflanzen. Er ist ein selbstregulierendes System, das durch die bewusste Kombination von Bäumen, Sträuchern sowie mehrjährigen Kräutern und Gemüsepflanzen entsteht. Diese Vielfalt sorgt für natürliche Kühlung, speichert Feuchtigkeit und schafft Lebensraum für unzählige Tiere und Insekten. Barbara Thüringer betonte, wie wichtig es ist, Pflanzen zu wählen, die sich gegenseitig unterstützen und so den Pflegeaufwand minimieren.

Nicht jeder Garten bietet Platz für einen vollständigen Waldgarten, doch schon einzelne Schattenbäume können das Mikroklima spürbar verbessern. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern filtern auch Staub, binden CO₂ und bieten Lebensraum für Vögel und Insekten. Schattenbäume wirken wie natürliche Klimaanlagen: Sie senken die gefühlte Temperatur, erhöhen die Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung und schützen vor austrocknenden Winden. Selbst ein einzelner Baum kann so einen Unterschied machen.

Der Workshop machte deutlich, dass jeder Gartenbesitzer und jede Gartenbesitzerin aktiv etwas gegen Hitze tun kann. Ob durch die Anlage eines Waldgartens oder das Pflanzen von Schattenbäumen – die Natur hält die Werkzeuge bereit, um unsere Gärten zu kühlen, lebendigen Rückzugsorten zu verwandeln. Es braucht nur ein wenig Wissen, die Bereitschaft zur Vielfalt und den Mut, der Natur Raum zu geben.

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